Immer automatisch zum günstigeren Stromanbieter wechseln

Deutschland halt weltweit die höchsten Stromkosten. Somit stellen die Ausgaben für den Strom eine nicht kleine Position im privaten Haushalt dar. Eine probate Lösung um die Stromkosten zu senken stellt ein Anbieterwechsel dar. Das kann man ohne weiteres über die vorhandenen Wechselportale machen. Allerdings stellt sich dabei ein Problem: Wer hat die Zeit, jeweils zum richtigen Vertragswechselzeitpunkt den günstigsten Stromtarif rauszusuchen? In der Theorie ist das zwar einfach, in der Realität zeigt sich dann (zumindest bei mir) dass dem oft nicht so ist.
Ich habe mich deswegen für eine einfache wie effektive Lösung entschieden: Die Beauftragung eines Wechselagenten. Es gibt seriöse Anbieter, die mit unterschiedlichen Geschäftskonzepten am Markt sind. Manche bieten ihre Dienste sogar kostenfrei für den Kunden an. Sprich: Der Anbieter sucht kostenfrei den günstigsten Strom- oder Gaslieferanten für den Kunden heraus. Wobei ich hier jedoch Bedenken habe, ob hier der Endkunde wirklich immer den für ihn günstigsten Stromtarif erhält. Irgendwie muss selbst ein solch kostenfreier Wechselagent ja seine Einnahmen erzielen. Und die könnten durch Provisionen der Stromanbieter reinkommen. Ob dann daraus wirklich eine “unabhängige” Empfehlung von diesem Wechselanbieter mit dem wirklich günstigsten am Markt erhältlichen Tarif entsteht? Ich habe so meine Zweifel. Ich bezahle lieber selber etwas Provision an den Wechselagenten für seine Dienste. Dann ist aus meiner Sicht kein Interessenkonflikt erkennbar. Was nicht heissen muss, dass es diesen nicht doch irgendwo gibt. Nachdem ich mir einige Dienste angesehen und verglichen habe, bin ich seit einiger Zeit Kunde beim Wechselpilot. Nebenbei bemerkt sind diese auch von der Stiftung Warentest als “sehr empfehlenswert” eingestuft worden. Für mich hat sich der bisherige Wechsel als sehr vorteilhaft erwiesen. Selbst unter Berücksichtigung der 15% Provision von den eingesparten Energiekosten habe ich unter dem Strich deutliche Einsparungen bei Strom- und Gaskosten verzeichnen können. Das interessante ist dabei, dass man immer rechtzeitig vor Ablauf seines Gas- oder Stromvertrages einen neuen Vorschlag für einen neuen Anbieter erhält. Dieses Angebot kann man annehmen oder man sucht sich selbst einen neuen Eneergielieferanten. Aber Achtung: Wenn man dem vorgeschlagenen Wechsel zum neuen Strom- oder Gas-Anbieter nicht innerhalb von 14 Tagen widerspricht wird dieser von den Wechselpiloten automatisch als neuer Vertragspartner eingesetzt! Hier sollte man also drauf achten. Aber ansonsten ist es bisher für mich wirklich ohne Haken und Ösen gewesen, weswegen ich diesen Dienst auch empfehlen kann.

Kostenlose Prepaid-Kreditkarte ohne Schufa oder Jahresgebühr

Obwohl ich bin kein Freund vom bargeldlosen Zahlungsverkehr bin: Manchmal geht es ohne Kreditkarte einfach nicht (mehr). Das durfte ich unter anderem in meinem Urlaub in Katwijk erfahren, wo in den öffentlichen Bussen kein Bargeld mehr angenommen wird. Dort kann man seine die Fahrkarten nur noch bargeldlos per Kreditkarte bezahlen.
Ich habe zwar eine gute Kreditkarte, aber diese Karte ist halt eine “echte” mit entsprechend hohem Verfügungs- und Kreditvolumen. Falls die mal verloren gehen sollte wäre das nicht so gut. Auch der Klau von Kreditkarten-Daten im Internet wird immer mehr zum Problem. Deswegen war die Überlegung, für Internet-Einkäufe und kleinere Einkäufe (z.B. im Auslandsurlaub) eine Prepaid-Kreditkarte anzuschaffen. Der Vorteil ist dabei, dass im schlimmsten Fall nur das abgehoben werden kann, was auch als Guthaben auf die Kreditkarte -korrekt müsste es eigentlich Debitkarte heißen- gebucht wurde.

Allerdings gibt es Prepaid-Debitkarten wie Sand am Meer, und die Auswahl ist groß. Meine Auswahlkriterien für die Kreditkarte waren: a) kostenfrei, ohne Jahresgebühr b) VISA oder Mastercard c) Gute Währungskurse d) evtl. mit eigenem Bankkonto. e) evtl. ohne Schufa. Wobei der letzte Punkte mit der Schufa für mich jetzt nicht so entscheidend war. Da war eher der Gedanke in Sachen Datenschutz präsent: Je weniger Daten irgendwo von einem gespeichert werden, desto besser ist es letztlich für die Privatsphäre. Nach erfolgter Recherche im Internet bin ich dann fündig geworden: Und zwar im Vereinigten Königreich- bei Revolut !

Kostenlose prepaid Kreditkarte ohne Schufa und ohne Jahresgebühren

Was ich an dieser Kreditkarte (Mastercard) so genial finde: Die Währungsumtauschkosten sind extrem niedrig und somit ideal für Online-Shopping auf ausländischen Websites geeignet. Egal ob schwedische Kronen, britisches Pfund oder amerikanischer Dollar: Per zugehöriger App kann man selber die gewünschte Währung einstellen und kaufen – zum Interbank-Wechselkurs! Genaue Details dazu finden sich auf der Website von Revolut.
Daneben hat man auch ein Bankkonto bei der Kreditkarte – und zwar ein britisches! Ob das jetzt im Rahmes des Brexits von Vor- oder Nachteil sein wird ist noch nicht absehbar. Allerdings dürfte es nicht schaden, ein Konto in einem nicht-EURO-Land zu unterhalten. Wer weiss, wofür das einmal gut sein kann!? Von der App aus kann man auch Ruckzuck Überweisungen auf anderer Bankkonten vornehmen. Alles wird übersichtlich dokumentiert und ist in der Anwendung leicht zu verstehen.
Und wem selbst die Angabe seiner Prepaid-Kreditkarten-Nummer im Internet zu heikel ist:
Der nutzt dann einfach eine virtuelle Kreditkarte, die er in der App selber erstellen kann! Wobei man diese virtuelle Kreditkarte (ebenso wie die “echte” Prepaid-Karte) in der App auch sicherheitshalber sperren oder entsperren kann. Ideal bei zum Beispiel Auslands-Urlauben zum Schutz gegen Kreditkartenbetrug via Skimming!

Daneben kann die Karte aber auch einem beim sparen helfen. So kann man zum Beispiel angeben, ob man zum Beispiel bei einem Kauf die Differenzsumme auf den nächsten runden Betrag (14,60 -> 15,- => 0,40€) zum sparen in einem sogenannten “Vault” (Tresor) auf der Karte abspeichern möchte. Das kann sich bei vielen Käufen schon mal läppern. Wobei man aber auch selber die Differenzgröße (z.B. 14,60->20,-€ =>4,40€) zum sparen definieren kann.
Die Kreditkarte kann man ganz einfach per SEPA-Überweisung mit Geld “laden”. Alternativ geht auch per Kreditkarte, wovon ich aber zur Zeit noch abrate. Die Aufladung per Kreditkarte scheint manchmal nicht reibungslos zu sein. Da muss wohl noch etwas nachgearbeitet werden. Man kann es versuchen, sollte sich aber nicht wundern wenn es nicht klappt. In den meisten Fällen sollte es aber gehen.
Bargeld kann monatlich in Höhe von 200€ kostenlos von Bankautomaten im Heimatland oder im Ausland, via Visa oder Mastercard abgehoben werden. Alle Beträge darüber kosten 2% Gebühr. Achtung: Einige Geldautomatenbetreiber können für das Abheben Gebühren verlangen! Währungsumtauschgeschäfte sind bis zu dem Betrag von €6,000 pro Monat kostenlos, alle Beträge darüber werden mit 0,5 % berechnet.
Auch wer mit Aktien handelt hat hier ein kleines Juwel gefunden: Es lassen sich zum heutigen Zeitpunkt 450 Aktien an den amerikanischen Börsen kostenfrei (!) handeln. Allerdings ist das noch auf monatlich 3 kostenfreie Trades beschränkt. Aber immerhin!
Diese Kreditkarte bietet einem viele Möglichkeiten, wenn man diese zu nutzen weiss.
In Anbetracht dessen wundert es mich nicht, wenn die Banken immer mehr in den Hintergrund treten und von cleveren Fin-Techs überholt werden. Gut gemacht, Revolut!